Cala Granara Santo Stefano: Der Strand aus rosa Granit, der Cala Coticcio in den Schatten stellt (und warum ihn nur wenige kennen)
Wusstest du, dass es im Maddalena-Archipel einen Strand gibt mit smaragdgrünem Wasser, strahlend weißem Sand, rosa Granitfelsen, die wie natürliche Skulpturen aussehen, und ohne die Menschenmassen von Cala Coticcio oder vom Spiaggia Rosa? Sie heißt Cala Granara, liegt auf der Insel Santo Stefano und ist eine der spektakulärsten und am wenigsten besuchten Buchten des gesamten Nationalparks.
In diesem Leitfaden erfährst du:
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Wo liegt Cala Granara und warum heißt sie so?
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Anreise (auf dem Landweg ist dies nicht möglich, nur auf dem Seeweg)
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Weil es besser ist als Cala Coticcio (und vieler anderer berühmter Strände)
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Was es außer dem Strand noch zu sehen gibt: Bunker, behauener Granit, Meereshöhlen
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Alle praktischen Tipps für einen perfekten Tag
Lesezeit: 6 Minuten. Am Ende weißt du: Ist Cala Granara der richtige Strand für dich und wie du deinen Besuch planen kannst.
Was ist Cala Granara und warum heißt sie so?
Cala Granara ist ein Strand an der Nordwestküste der Insel Santo Stefano, im Herzen des Archipels von La Maddalena. Er gilt bei vielen Seglern und Einheimischen als der schönste Strand von Santo Stefano und als einer der schönsten im gesamten Nationalpark.
Der Name “Granara” leitet sich von “Granito” ab, dem Gestein, aus dem die Insel fast vollständig besteht. Doch es gibt hier ein Wortspiel: “Granara” bedeutet im Dialekt der Gallura auch “Ort, an dem Getreide geerntet wird”. Tatsächlich wurde auf Santo Stefano nie Getreide angebaut. Der Name ist eine Hommage an die Beschaffenheit des Sandes: fein, goldfarben, der in der Sonne fast wie Getreidekörner zu glänzen scheint.
Der Strand ist ein Halbmond aus feinem, weißem Sand, etwa achtzig Meter lang und zwanzig Meter breit. Er wird von imposanten Felsen aus rosa Granit eingerahmt, die seit Jahrtausenden vom Wind und vom Meer geglättet wurden. Einige dieser Felsen haben überraschende Formen: Da ist der, der wie ein Elefant aussieht, der, der wie ein riesiger Pilz aussieht, und der, den die Einheimischen “den Stuhl des Generals” nennen (man sagt, dass ein Kommandant der NATO-Basis dort saß und den Sonnenuntergang beobachtete).
Das Wasser in Cala Granara ist spektakulär: kristallklar, mit Farbtönen, die vom smaragdgrünen Wasser am Ufer bis zum tiefen Blau auf offener See reichen. Der Meeresboden ist abwechslungsreich: feinster Sand in Ufernähe, dann kleine, glatte Kieselsteine und schließlich Felsen und Posidonia. Die Tiefe nimmt sanft zu, sodass der Strand auch für diejenigen geeignet ist, die nicht besonders gut schwimmen können.
Ein Detail, das man sonst nirgendwo findet: Im Gegensatz zu vielen Stränden des Archipels ist Cala Granara nach Nordwesten ausgerichtet. Das bedeutet, dass die Sonne hier vom Morgen bis zum späten Nachmittag scheint, aber bei Sonnenuntergang verschwindet sie hinter den Felsen. Um den Sonnenuntergang zu sehen, musst du auf die andere Seite der Insel gehen. Das Licht am Nachmittag ist jedoch warm und golden, perfekt für Fotos.
Wo liegt Cala Granara? Die Insel Santo Stefano und ihre strategisch günstige Lage
Cala Granara liegt auf der Insel Santo Stefano, der flächenmäßig viertgrößten Insel des Archipels von La Maddalena. Santo Stefano liegt südöstlich der Insel La Maddalena, etwa zwei Kilometer vom Ort La Maddalena entfernt, und nordwestlich der Insel Caprera.
Die genauen Koordinaten lauten wie folgt: 41 Grad und 12 Minuten nördlicher Breite, 9 Grad und 24 Minuten östlicher Länge. Aber das nützt dir wenig. Was du wissen musst, ist, dass Cala Granara an der Nordwestküste der Insel liegt, genau auf der gegenüberliegenden Seite des ehemaligen NATO-Stützpunkts.
Die Lage ist aus zwei Gründen strategisch günstig. Erstens: Sie ist vor den vorherrschenden Winden geschützt. Der Mistral, der aus Nordwesten weht, wird von den Felsen im Rücken abgelenkt. Der Libeccio aus Südwesten kommt gedämpft an. Selbst wenn es in anderen Buchten des Archipels wellig ist, herrscht in Cala Granara oft absolute Windstille.
Zweitens: Sie liegt in der Nähe von La Maddalena. Nur zwei Kilometer auf dem Meer. Mit einem Schlauchboot ist man in weniger als zehn Minuten dort. Mit einem Kajak in einer halben Stunde gemächlichen Paddelns. Das macht sie auch für diejenigen zugänglich, die kein leistungsstarkes Boot oder viel Segelerfahrung haben.
Was gibt es in der Umgebung: Nur wenige hundert Meter östlich von Cala Granara liegen die Anlagen des ehemaligen NATO-Stützpunkts. Sie sind nicht zugänglich, aber vom Meer aus gut zu sehen. Im Westen hingegen gibt es kleine, abgelegene Buchten, die nur schwimmend oder mit kleinen Schlauchbooten erreichbar sind. Sie sind ideal für alle, die noch mehr Abgeschiedenheit suchen.
Wie kommt man nach Cala Granara? (Spoiler: Auf dem Landweg geht es nicht.)
Das ist die wichtigste Frage – und auch die Antwort, die viele Touristen enttäuscht. Cala Granara ist auf dem Landweg nicht erreichbar. Es gibt keine Straßen, keine markierten Wanderwege und keinen Parkplatz. Die Insel Santo Stefano ist größtenteils Militärgebiet (ehemaliger NATO-Stützpunkt), und der einzige für Zivilisten zugängliche Zugang ist Cala Granara und der kurze Weg, der vom Strand ins Landesinnere führt. Aber um nach Cala Granara zu gelangen, musst du vom Meer herkommen.
Hier sind die Anfahrtsmöglichkeiten.
Mit organisierter Bootstour
Die einfachste und gängigste Art. Viele Bootstouren, die in Palau, La Maddalena oder Santa Teresa Gallura starten, beinhalten einen Zwischenstopp in Cala Granara. Normalerweise umfasst die Standardroute: La Maddalena (Inselrundfahrt), Caprera (Cala Coticcio oder Cala Napoletana), Budelli (Blick auf den Spiaggia Rosa) und anschließend Santo Stefano (Cala Granara). Der Aufenthalt dauert im Durchschnitt eine Stunde oder anderthalb Stunden. Das reicht aus, um zu baden, Fotos zu machen und vielleicht ein bisschen zu schnorcheln.
Der Vorteil: Du musst dich um nichts kümmern. Der Guide bringt dich genau an den richtigen Ort, erzählt dir die Geschichte der Insel und der Bunker und kümmert sich um die Zeitplanung. Der Nachteil: Du bist in einer Gruppe unterwegs. In der Hochsaison können in Cala Granara sogar fünf oder sechs Schlauchboote gleichzeitig anlegen. Der Strand ist klein, achtzig Meter lang. Wenn hundert Leute da sind, ist die intime Atmosphäre dahin.
Tipp: Wähle eine Bootstour, die früh am Morgen (8:30–9:00 Uhr) startet. Du kommst in Cala Granara an, wenn die anderen Touren noch woanders sind. Oft bist du ganz allein oder fast allein.
Mit einem gemieteten Schlauchboot
Die beste Wahl, wenn du Freiheit und flexible Zeiten suchst. Miete ein Schlauchboot in La Maddalena (es gibt mehrere Anbieter in der Nähe des Hafens) und fahre auf eigene Faust nach Santo Stefano. Die Entfernung ist minimal: Vom Hafen von La Maddalena bis nach Cala Granara sind es etwa zwei Kilometer. Zehn Minuten Fahrt, vielleicht sogar weniger.
Sobald du angekommen bist, kannst du im Wasser vor dem Strand anlegen. Achtung: Du darfst nicht frei vor Anker gehen. Es gibt Bojen des Nationalparks des Archipels von La Maddalena, an denen du das Schlauchboot festmachen musst. Die Kosten betragen nur wenige Euro pro Stunde oder pro Tag. Versuche nicht, das Schlauchboot an den Strand zu ziehen: Der Sand ist weich und der Meeresboden flach, aber es ist verboten (du beschädigst die Posidonia und die Küstenvegetation).
Der Vorteil: Du bist auf dich allein gestellt. Du bestimmst die Uhrzeit. Du kannst so lange bleiben, wie du möchtest. Du kannst die anderen Buchten in der Umgebung erkunden. Der Nachteil: Du musst über Segelerfahrung verfügen oder zumindest ein wenig Erfahrung mit dem Boot haben. Außerdem müssen die Schlauchboote in der Hochsaison schon Tage im Voraus reserviert werden.
Tipp: Wenn du noch nie ein Schlauchboot gesteuert hast, nimm an einem halbstündigen Minikurs teil. Die Verleiher bieten diesen oft kostenlos an. Lerne, wie man das GPS bedient, die Bojen erkennt und den Anker bedient.
Mit dem Seekajak
Für Sportbegeisterte und Abenteuerlustige. Mieten Sie sich in La Maddalena ein Kajak (Ein- oder Zweier) und paddeln Sie bis nach Santo Stefano. Die Überfahrt ist kurz (zwei Kilometer), sollte aber nur bei ruhiger See und Windstille unternommen werden. Die Straße von Bonifacio ist bekannt für ihre unvorhersehbaren Strömungen. Informiere dich vorher.
Der Vorteil: ein einzigartiges Erlebnis. Du gelangst ganz auf eigene Faust, ohne Motor und in absoluter Stille an den Strand. Du kannst in Höhlen und Schluchten vordringen, die mit Schlauchbooten nicht erreichbar sind. Der Nachteil: es ist anstrengend. Und du musst alles Nötigste (Wasser, Essen, Sonnencreme) in wasserdichten Beuteln mitnehmen.
Tipp: Fahre früh am Morgen los, wenn das Meer am ruhigsten ist. Geh nicht alleine los: Aus Sicherheitsgründen sollten mindestens zwei Kajaks zusammen sein. Nimm ein Handy in einer wasserdichten Hülle mit.
Warum Cala Granara besser ist als Cala Coticcio (und andere bekannte Strände)
Eine gewagte Behauptung, ich weiß. Cala Coticcio ist das “sardische Tahiti”, weltweit bekannt und in jedem Reiseführer zu finden. Doch Cala Granara hat objektive Vorteile, die sie in vielerlei Hinsicht überlegen machen.
Vorteil 1: weniger Andrang. Cala Coticcio ist auf dem Landweg (mit Führer und Genehmigung) und auf dem Seeweg erreichbar. In der Hochsaison empfängt sie täglich Hunderte von Besuchern. Cala Granara ist, da sie nur auf dem Seeweg erreichbar ist und sich auf einer teilweise militärisch genutzten Insel befindet, weitaus weniger frequentiert. Selbst im August kannst du, wenn du die richtige Uhrzeit wählst, nur wenige Schlauchboote und viel Ruhe vorfinden.
Vorteil 2: schönerer Sand. Cala Coticcio hat einen winzigen Strand, der bei Flut oft überflutet wird. Der größte Teil der Küste ist felsig. Cala Granara bietet achtzig Meter feinen, weichen Sandstrand mit einem sanften, flachen Einstieg ins Wasser. Perfekt für Familien und alle, die es bequem mögen.
Vorteil 3: sichererer Meeresboden. In Cala Coticcio fällt der Meeresboden sofort ab. Nur wenige Meter vom Ufer entfernt ist das Wasser bereits zwei bis drei Meter tief. In Cala Granara nimmt die Tiefe langsam zu. Kinder können dort gefahrlos im Wasser spielen.
Vorteil 4: Der behauene Granit. Die Felsen von Cala Granara sind spektakulär. Sie sehen aus wie abstrakte Skulpturen. Einige haben unglaubliche Formen: der eine erinnert an einen Elefanten, der andere sieht aus wie ein riesiger Pilz, wieder ein anderer hat eine natürliche Höhle, die sich bei Flut mit Wasser füllt. Cala Coticcio hat wunderschöne Felsen, die jedoch strenger und schärfer sind.
Vorteil 5: Schnorcheln. Der Meeresgrund von Cala Granara ist voller Leben. Zwischen den Kieselsteinen und den Posidonia-Wiesen schwimmen Fische aller Art: Meerbrassen, Seebrassen, Meerähren und, wenn man Glück hat, sogar der eine oder andere Oktopus. In Cala Coticcio lässt es sich gut schnorcheln, doch oft ist das Wasser zu tief, um den Meeresgrund zu sehen.
Der einzige Nachteil von Cala Granara: Man kann nicht auf dem Landweg dorthin gelangen. Man braucht ein Boot. Doch für viele ist das kein Nachteil: Es ist ein Filter, der die Massen fernhält.
Was man in Cala Granara außer Baden noch unternehmen kann: Schnorcheln, Fotos machen und die Gegend erkunden
Cala Granara ist nicht nur ein Strand mit Liegestühlen und Sonnenschirmen. Er bietet verschiedene Aktivitäten.
Schnorcheln. Das Wasser ist kristallklar und der Meeresgrund abwechslungsreich. Die besten Stellen befinden sich an den Seiten des Strandes, wo der Sand in Felsen übergeht. Dort findest du Felsspalten, kleine Höhlen und eine Vielzahl von Fischen. Bring Maske und Flossen mit. Wenn du eine Unterwasserkamera (GoPro oder ähnliches) hast, nimm sie mit. Die Farben sind spektakulär.
Fotografie. Cala Granara ist einer der fotogensten Strände des Archipels. Die besten Motive: die skulpturalen Granitfelsen (morgens, wenn das Licht aus dem Osten kommt, und nachmittags, wenn das Licht warm ist), das smaragdgrüne Wasser von oben gesehen (wenn man es schafft, auf einen Felsvorsprung zu klettern) und die Bunker im Hintergrund (der Kontrast zwischen der natürlichen Schönheit und den verlassenen Militärbauten ist sehr beeindruckend).
Erkundung der Felsen. Spaziere entlang der Küste, sowohl nach Osten als auch nach Westen. Nach Osten findest du nach etwa hundert Metern eine Reihe kleinerer Nebenbuchten, die zu Fuß erreichbar sind (Achtung: An einigen Stellen musst du über Felsen klettern). In Richtung Westen hingegen findest du die ersten Gebäude der ehemaligen NATO-Basis. Überschreite die Verbotsschilder nicht, aber aus der Ferne bieten sie ein schönes Fotomotiv.
Picknick am Strand. Es gibt keine Kioske oder Cafés. Nimm dir ein Lunchpaket mit. Such dir einen schattigen Platz (die Felsen spenden nur zu bestimmten Tageszeiten Schatten). Iss mit den Füßen im Sand und dem Blick auf das Meer. Das ist eines der einfachsten und schönsten Erlebnisse, die man haben kann.
Spaziergang zum Gipfel. Vom Strand aus führt ein nicht ausgeschilderter, aber begehbarer Weg ins Landesinnere der Insel hinauf. In wenigen Minuten erreichst du einen kleinen natürlichen Aussichtspunkt. Von dort aus siehst du die gesamte Bucht von Cala Granara von oben und am Horizont die Inseln La Maddalena und Caprera. Der Weg ist kurz und für jedermann geeignet. Achtung: Gehen Sie nicht über die Verbotsschilder des Militärgeländes hinaus.
Was gibt es in der Nähe von Cala Granara? Die anderen Buchten von Santo Stefano
Santo Stefano hat noch weitere kleine Buchten, die zwar weniger bekannt, aber ebenso schön sind. Hier sind die wichtigsten.
Cala del Morto. Sie liegt südlich von Cala Granara an der Ostküste. Der unheimliche Name geht auf einen Schiffbruch im 19. Jahrhundert zurück. Es handelt sich um eine geschützte Bucht mit Sand und Kieselsteinen, ideal für alle, die absolute Abgeschiedenheit suchen. Sie ist nur mit dem Boot erreichbar, wobei Vorsicht geboten ist, da dort Felsen aus dem Wasser ragen.
Cala dei Francesi. An der Südwestküste. Seinen Namen verdankt er einem Überfall der französischen Marine im 18. Jahrhundert. Es ist ein winziger Strand, fast wie eine schmale Bucht zwischen den Felsen. Das Wasser ist traumhaft, aber es ist nur Platz für wenige Schlauchboote.
Die Schwimmbäder von Santo Stefano. Es handelt sich nicht um einen Strand, sondern um eine Reihe von natürlichen Becken, die durch Erosion in den Granit gegraben wurden. Sie liegen an der Nordostküste, in der Nähe des ehemaligen NATO-Stützpunkts. Man kann sie nur schwimmend oder mit kleinen Kajaks erreichen. Das Wasser ist flach, im Sommer sehr warm und ideal zum Entspannen.
Tipp: Wenn du ein Schlauchboot hast, mach nach Cala Granara eine Runde um die Insel. In weniger als einer Stunde siehst du all diese kleinen Buchten und Bunker und kannst an Orten baden, an denen andere Touren nicht anhalten.
Wann sollte man nach Cala Granara fahren? Die beste Reisezeit und die richtige Uhrzeit
Cala Granara ist zu jeder Jahreszeit schön, aber es gibt Zeiten, die sich besonders anbieten.
Beste Reisezeit: Mai, Juni, September und Oktober. In diesen Monaten ist es warm, aber nicht drückend heiß, das Meer lädt zum Baden ein, und vor allem gibt es keine Menschenmassen. Die Bootsausflüge finden seltener statt. Wenn du mit deinem Schlauchboot ankommst, triffst du auf wenige Boote und viel Ruhe. Außerdem weht der Wind gleichmäßiger und das Meer ist ruhiger.
Juli und August. Das sind die Monate mit dem größten Andrang. In Cala Granara legen täglich Dutzende von Schlauchbooten an. Der Strand mag wie ein kleiner, überfüllter Strand wirken. Aber wenn du die richtige Zeit wählst, kannst du ihn trotzdem genießen: Komm vor 10:00 Uhr oder nach 16:00 Uhr. In diesen Zeitfenstern finden die Bootstouren woanders statt.
Die richtige Uhrzeit. Der frühe Morgen (8:00–10:00 Uhr) ist die beste Zeit. Die Sonne taucht den Strand in ein sanftes Licht, das Wasser ist ruhig, und die meisten Touristen frühstücken noch in La Maddalena. Der Nachmittag (16:00–18:00 Uhr) ist wegen des warmen Lichts schön, aber oft kommt Wind auf.
Vorsicht vor dem Wind. Die Bucht Cala Granara ist geschützt, aber nicht vollständig. Bei starkem Mistral (über 20 Knoten) dringen die Wellen in die Bucht ein und das Wasser wird trüb. Bei Libeccio hingegen ist die Bucht fast immer ruhig. Überprüfe vor der Abfahrt die Windvorhersage.
Was man für einen Tag in Cala Granara mitnehmen sollte (fertige Liste)
In Cala Granara gibt es keine Dienstleistungen. Gar keine. Du musst also alles selbst mitbringen. Hier ist die Liste.
Wasser. Mindestens zwei Liter pro Person. Es gibt keinen Trinkbrunnen. Es gibt keinen Kiosk. Das einzige Wasser ist das, das du selbst mitbringst.
Lunchpaket. Brötchen, Obst, Snacks, Riegel. Es gibt keine Restaurants. Es gibt keine Grillplätze. Iss, was du mitbringst.
Sonnencreme. Hoher Sonnenschutz (50). Die Sonnenreflexe auf Granit und Wasser sind sehr stark.
Mütze und Sonnenbrille. Unverzichtbar. Vor allem, wenn du mit dem Schlauchboot ankommst und stundenlang in der Sonne liegst.
Tauchmaske und Flossen. Zum Schnorcheln. Cala Granara ist ein kleines Unterwasserparadies.
Strandtuch. Ein normales. Das dicke brauchst du nicht.
Strandschuhe (Strandschuhe). Wichtig: Der Strand besteht aus Sand, aber um an einigen Stellen seitlich ins Wasser zu gelangen oder über die Felsen zu laufen, braucht man Badeschuhe. Der Granit ist scharfkantig.
Wasserdichter Rucksack oder wasserdichte Taschen. Wenn du mit einem Schlauchboot oder Kajak ankommst, schütze dein Handy, deine Schlüssel und deine Ausweise. Es spritzt immer Wasser.
Powerbank. Es gibt keine Steckdosen. Wenn du dein Handy als Kamera benutzt, hält der Akku weniger lange.
Ein Müllsack. Es gibt keine Mülleimer. Du bringst alles mit, du nimmst alles wieder mit.
Schnorcheln (Ich wiederhole es noch einmal, weil es viele vergessen): Maske und Flossen. Es gibt keinen Verleih. Du musst sie selbst mitbringen.
Ein leichter Sonnenschirm für den Strand. Wenn du mit einem großen Schlauchboot ankommst, kannst du es mitbringen. Aber Vorsicht: Du darfst es nicht einfach irgendwo aufstellen. Die Wurzeln der mediterranen Macchia-Pflanzen liegen oberflächlich. Such dir einen Platz aus, an dem du die Vegetation nicht beschädigst. Besser noch: Verwende einen Sonnenschirm, den du mit Gewichten am Felsen befestigen kannst.
Die Regeln des Nationalparks in Cala Granara (bitte vor der Abreise lesen)
Cala Granara liegt im Nationalpark des Archipels von La Maddalena. Die Regeln sind klar und müssen eingehalten werden.
Es ist verboten, Sand, Muscheln und Kieselsteine mitzunehmen. Die Geldstrafe beginnt bei 500 Euro. Tu das nicht.
Das freie Ankern ist verboten. Nutze die markierten Bojen. Die Nutzung ist kostenpflichtig (ein paar Euro pro Stunde oder pro Tag). Das Ankern in Posidonia-Seegras ist verboten und schädigt das Ökosystem.
Rauchen verboten. Extrem hohe Brandgefahr in der mediterranen Macchia. Eine nicht vollständig ausgelöschte Zigarette kann mehrere Hektar Vegetation in Brand setzen.
Sonnenschirme sind am Strand verboten. Ja, du hast richtig verstanden. Es ist verboten, Sonnenschirme in den Sand zu stecken. Der Sonnenschirm schädigt die Vegetation der Dünen (auch wenn es nicht so aussieht, wachsen im Sand winzige Pflanzen). Benutze lieber einen Sonnenschirm oder ein Strandtuch.
Hunde sind nicht gestattet. In der Hochsaison sind Hunde an den Stränden des Parks nicht erlaubt. Auch nicht an der Leine.
Den Müll wegbringen. Es gibt keine Mülleimer. Alles, was du mitbringst, nimmst du wieder mit.
Das Fliegen von Drohnen ist verboten. Ohne Genehmigung des Nationalparks ist dies verboten. Es drohen Geldstrafen und die Beschlagnahmung.
Camping und das Entzünden von Feuern sind verboten. Natürlich.
Diese Regeln sind kein Ärgernis. Sie sind der einzige Grund, warum Cala Granara noch immer so schön ist. Bitte halte dich daran.
Cala Granara mit Kindern: Ja oder nein?
Ja, auf jeden Fall. Cala Granara ist einer der kinderfreundlichsten Strände des gesamten Archipels.
Warum? Der Meeresboden ist sandig und flach. Es gibt keine plötzlichen Abhänge. Das Wasser ist ruhig (die Bucht ist geschützt). Der Strand ist klein, sodass die Kinder nicht zu weit wegschwimmen können. Und die Granitfelsen mit ihren bizarren Formen werden zu einem natürlichen Spielplatz.
Das Einzige, worauf man achten sollte: die Sonne. In Cala Granara gibt es keinen natürlichen Schatten (abgesehen von ein paar vereinzelten Felsen). Nimm einen leichten Sonnenschirm oder einen Sonnenschirm mit. Und das Wasser: Auch wenn es seicht ist, lass Kinder niemals unbeaufsichtigt. Es gibt Strömungen, auch wenn sie nur schwach sind.
Ein Tipp: Strandspielzeug (Eimer, Schaufel, Sandformen). Der Sand eignet sich perfekt zum Burgenbauen. Und bring eine Schwimmweste oder Schwimmflügel für die Kleinen mit. Es gibt keinen Rettungsschwimmer.
Wie viel kostet ein Tag in Cala Granara? (detaillierter Kostenplan)
Hier ist ein Beispiel für einen Kostenplan für einen Tagesausflug nach Cala Granara mit Abfahrt in La Maddalena.
Mit organisierter Bootstour (Erwachsene):
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Tagesausflug (mit Zwischenstopps in La Maddalena, Caprera, Budelli und Santo Stefano): 40–60 Euro
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Lunchpaket: 10 Euro
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Eintrittskarte für den Nationalpark (in der Regel in der Tour inbegriffen, manchmal jedoch nicht): 3 Euro
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Gesamt: 53–73 Euro
Mit einem gemieteten Schlauchboot (für zwei Personen, Kosten werden geteilt):
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Miete eines Schlauchboots für einen Tag (August): 80–120 Euro
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Benzin: 20–30 Euro
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Anlegeboje in Cala Granara: 5–10 Euro
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Lunchpaket für zwei Personen: 20 Euro
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Eintrittskarte für den Nationalpark für zwei Personen: 6 Euro
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Gesamt für zwei Personen: 131–186 Euro (65–93 Euro pro Person)
Mit einem gemieteten Kajak (für zwei Personen):
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Verleih eines Zweier-Kajaks für einen Tag: 40–60 Euro
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Wasserdichte Säcke: 10 Euro (sofern nicht mitgebracht)
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Lunchpaket für zwei Personen: 20 Euro
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Gesamt für zwei Personen: 70–90 Euro (35–45 Euro pro Person)
Die günstigste Variante ist eine organisierte Tour. Die flexibelste ist das Schlauchboot. Die abenteuerlichste ist das Kajak.
Fazit: Cala Granara, der Strand, den man nicht erwartet
Cala Granara ist nicht so bekannt wie der Spiaggia Rosa von Budelli. Sie ist nicht so berühmt wie Cala Coticcio. Sie ist nicht so leicht erreichbar wie Cala Garibaldi. Und vielleicht ist sie gerade deshalb so besonders. Es ist ein Strand, den man suchen muss, den man sich verdienen muss. Um dorthin zu gelangen, braucht man ein Boot, ein wenig Planung und die Bereitschaft, sich von den ausgetretenen Touristenpfaden zu entfernen.
Aber wenn du ankommst, wenn du diesen Halbmond aus weißem Sand siehst, der zwischen den rosa Granitfelsen eingebettet ist, wenn du spürst, wie das warme, klare Wasser deine Füße umspült, dann verstehst du, warum es sich lohnt. Es gibt keine Musik, keine Warteschlangen, keine Selfie-Sticks, die dir in die Quere kommen. Es gibt nur das Rauschen der Wellen, den Duft der mediterranen Macchia und das seltene Gefühl, eine noch unberührte Ecke des Paradieses gefunden zu haben.
Wenn du das nächste Mal im Archipel von La Maddalena bist, beschränke dich nicht nur auf die üblichen Ziele. Bitte deinen Skipper, dich nach Cala Granara zu bringen. Oder miete ein Schlauchboot und fahr auf eigene Faust hin. Du wirst einen Strand entdecken, den du nie vergessen wirst.
Viel Spaß beim Baden in Cala Granara auf der Insel Santo Stefano.